Vereint nach 250 Jahren – die Zusammenführung der Ritzke-Familien in und um Jübar

Von Holger Ritzke (AMF-Mitglied Nr. 2420)

Mitte der 1990-iger Jahre begann ich mit der Familienforschung zu meinen Vorfahren. Mein Vater sowie auch seine Eltern und Großeltern stammen aus Jübar in der Altmark, was sich auch sehr einfach und schnell anhand der Kirchenbücher von Jübar ermitteln ließ. Auch hatte ich das Glück, das ich zu diesem Zeitpunkt in den Besitz einer Ahnentafel meine Onkels Willi kam, in der auch die nächsten zwei Generationen verzeichnet waren. Beide Generationen stammten aus Stöckheim, nur wenige Kilometer von Jübar entfernt.

Ausschnitt aus der Ahnentafel von Willi Ritzke

Die in der Ahnentafel aufgeführten Daten ließen sich auch im Kirchenbuch Rohrberg, wohin Stöckheim eingepfarrt ist, auffinden. So war ich nun relativ schnell bis in die 6. Generation gekommen. Und auch die Namen der 7. Generation waren nun bekannt, da diese im KB Rohrberg bei weiteren Kindstaufen verzeichnet waren. Nur die Herkunft des Ehepaares Joachim Christian Ritzke – Anna Elisabeth Ritzke geb. Müller ließ sich nicht ermitteln. Es waren zwar 3 Kindstaufen (1788, 1791, 1796) verzeichnet, aber vor 1788 gab es keinen einzigen Eintrag für die Familie Ritzke in den KB Rohrberg, selbst als Taufpaten tauchten keine weiteren oder andere Ritzkes auf.

Interessant war nun, dass bei den Einträgen im KB Rohrberg sich der Familienname ständig wandelte, von Riz über Ritz zu Ritzcke, was dafürsprach, dass die Familie nicht direkt aus Stöckheim stammt. Andererseits war im Sterbeeintrag für Joachim Christian Ritzke († 1819) das Sterbealter mit Jahr, Monaten und Tagen sehr genau angegeben, was dafürsprach, dass die Herkunft doch im Umfeld von Stöckheim zu suchen ist. Aber wo sollte man anfangen?

Da fiel meinem Vater ein vor langer Zeit geführtes Gespräch mit dem Diesdorfer Pfarrer Gerhard Ritzke (1912-1979) ein, bei dem dieser erwähnte, dass er seine Familie erforscht hätte. Er hatte dabei aber keine Verbindung zu der in Jübar ansässigen Familie Ritzke gefunden. Nichtsdestotrotz kam nun die Frage auf: gibt es noch Unterlagen der Forschungen des Pfarrers Ritzke und wenn ja, wo befinden sich diese jetzt?

Bei den Nachforschungen zum möglichen Verbleib der Unterlagen stellte ich fest, dass die Frau des verstorbenen Pfarrers noch lebte und nun im Siegerland wohnt. Nach einem Telefonat wurde ich freundlicherweise zu einem Besuch eingeladen, bei dem man mir die vom Pfarrer Ritzke erstellte Familienübersicht zeigte. Die Herkunft dieser Familie wurde hier mit Dähre angegeben. Nach dieser Information war nun natürlich mein nächstes Ziel: Dähre und dessen Kirchenbücher. Der Besuch dort erfolgte dann auch ein Jahr später und siehe da, auf den Tag genau war in diesen Kirchenbüchern die Geburt meines gesuchten Vorfahren verzeichnet (* 1755). Und auch er entstammt der Familie, aus der die Hanum/Bornsener Ritzkes stammen.

Damit war es nun doch gelungen, alle im Raum Jübar lebenden Ritzke auf einen Stammvater, Johann Joachim Ritzke (1716 – 1788), zurückzuführen (die Ermittlung seiner Herkunft aus Bergen/Dumme wäre dann schon eine neue Geschichte). Natürlich wollte ich dieses Ergebnis meiner Forschungen mit allen Ritzkes teilen. Und so gipfelte meine Familienforschung in einem Familientreffen, welches 2007 in Jübar stattfand.

Teilnehmer des Familientreffens 2007 vor der Jübarer Kirche

Wer nun glaubt, ebenfalls zu der Familie Ritzke aus der Altmark zu gehören, auch wenn die Zugehörigkeit vielleicht nicht ganz sicher sein sollte, der möge sich bei mir melden. Ich würde mich darüber sehr freuen.

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