Bericht vom Treffen des AK Erzgebirge in Annaberg-Buchholz

Von Stephan Böhme

Seit dem letzten Treffen 2016 ist es um den AK Erzgebirge ruhiger geworden. Angesichts des Auftrages aus der Mitgliederversammlung an den AMF-Vorstand, die AK zu überprüfen und inaktive zu schließen, stellte sich die Frage, ob der AK Erzgebirge noch lebt oder die Mailingliste nur eine Reminiszenz an vergangene Zeiten darstellt.

Beginnend im Frühjahr wurde in der Mailingliste des AK Erzgebirge der Gedanke diskutiert, den AK wiederzubeleben und ein Treffen durchzuführen. Die Idee fand Anklang und gemeinsam mit dem Adam-Ries-Bund wurde das Treffen vom 15. bis 17.10.2021 in der Hauptstadt des Erzgebirges Annaberg-Buchholz organisiert. Natürlich spielte dabei auch der Gedanke an die im Herbst steigenden Coronazahlen immer eine Rolle.

Foto: Uwe Viol

Das Treffen begann am Freitagabend mit dem Wieder- oder Neukennenlernen der auswärtigen Teilnehmer. Am Sonnabendvormittag stießen auch die einheimischen AK-Mitglieder dazu und ein Rundgang im Erzgebirgsmuseum und im Besucherbergwerk „Im Gößner“ gaben Einblicke in das Leben unserer erzgebirgischen Vorfahren.

Im Mittelpunkt des Treffens standen die internen Beratungen zur Zukunft des AK Erzgebirge am Nachmittag. Begonnen wurde mit der Vorstellung der 25 Teilnehmer, darunter 11 AMF-Mitglieder. Der Adam-Ries-Bund stellte sein weitgespanntes Tätigkeitsfeld vor. Die Führung des Adam-Ries-Nachfahrenbuches, die Kirchenbuchverkartung Sehma und andere Schätze seiner Bibliothek sowie mehrere Titel seiner Publikationsreihen sind für Genealogen interessant und damit Ansatzpunkte für eine Zusammenarbeit. Diese wiederzubeleben, dafür warb auch vehement Prof. Gebhart, der Vorsitzende des Adam-Ries-Bundes, in seinem Grußwort.

Anschließend wurden die Varianten für die Zukunft des AK Erzgebirge diskutiert:

  • Fortführung des Status quo als „nur“-Mailingliste mit der Gefahr der Einstellung als vereinsinterne Liste,
  • Organisation von regelmäßigen Treffen als Angebot für das persönliche Kennenlernen und den direkten Austausch der Erzgebirgsforscher und
  • Initiierung gemeinsamer Projekte als Ausdruck der Zusammenführung der individuellen Forschungsergebnisse der Mitglieder.

Bei allen Varianten steht natürlich die Frage „Wer machts?“ mit im Vordergrund. Die inhaltlichen Fragen waren schnell geklärt. Die Teilnehmer des Annaberger Treffens plädierten für regelmäßige Treffen an wechselnden Orten im Erzgebirge und gemeinsame Projekte. Etwas länger dauerte die Suche nach Verantwortlichen. Aber auch hier wurden Lösungen gefunden:

Stephan Böhme wurde einstimmig zum AK-Leiter gewählt, Ralf Graupner zum Vertreter. Joachim Bahls und Petra Tülling werden sich der Probleme der Mailingliste und der Bereinigung der dort eingetragenen ca. 500 AK-Mitglieder annehmen, Volker Zimmer wird sich um die Homepage kümmern, Karl-Heinz Schönherr und Stephan Böhme um ein Verzeichnis öffentlich zugänglicher und für Familienforscher relevanter Quellen und Wolf Koch um das interne Forschungsverzeichnis.

Bergmännische Krippe in der Bergkirche “St. Marien” in Annaberg (Foto: Volker Zimmer)

Ein Rundgang mit dem Nachtwächter durch das abendliche Annaberg mit Besichtigung der Bergmännischen Krippe in der Bergkirche Annaberg bildete den stimmungsvollen Abschluss des Treffens. Für den Sonntagvormittag war eine öffentliche Veranstaltung „Familienforschung – Wie geht das?“ geplant und vorbereitet. Die musste aber coronabedingt ausfallen.

Die Teilnehmer des Annaberger Treffens hoffen, mit den Ergebnissen des Treffens Grundlagen für die Zukunft eines aktiven Arbeitskreises Erzgebirge gelegt zu haben.

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